Okay, ihr dürft mich für völlig verrückt erklären. Aber das ist mir egal.
Ich habe mir vor ein paar Monaten eine WLAN Waage von Withings gekauft, und nun ist es Zeit ein Fazit für diese Anschaffung zu ziehen.
Aber zuerst möchte ich für die Technik Interessierten unter euch ein wenig auf die Installation eingehen.
Geliefert wird das Schmuckstück in einem schmalen Karton der ein wenig an das edle Design von Apple erinnert. Man freut sich richtig das Gerät endlich auszupacken.
Sobald man sich durch den Öffnungsprozess gekämpft hat, wird der Blick auf das Zubehör freigelegt. Im Lieferumfang befinden sich 4 Batterien (Typ: Mignon AA), 1 USB Kabel, 4 extra Plastikfüße und – Achtung – ein Maßband. Als ich das Band in den Händen hielt habe ich mich gefragt: “Die legen doch jetzt nicht für die Berechnung des BMI, zur Ermittlung der Körpermaße ein Bandmaß bei?!” Doch tun Sie!
Man brauch also nicht in den Keller rennen und einen Zollstock suchen gehen. Sehr praktisch. 
Abgesehen davon, weiß ich meine Größe aus dem Kopf, denn schließlich hat sich meine Körpergröße seit der Erstellung des Personalausweises nicht großartig geändert. Hier trotzdem nochmals einen Blick in das Zubehör.
Eine weitere Frage nach der Verwendung der extra Plastikfüße wurde mir in der minimalen Papieranleitung beantwortet. Man sollte diese bei einem Stellplatz auf Teppichboden verwenden, um so eine besseren Stand zu gewährleisten. Irgendwie war mir dieses Zubehör so sympathisch das ich es, trotz Fliesen im Bad, auf jedenfall verwenden wollte. Nach ein paar Wochen Verwendung muss ich sagen, ist es wahrscheinlich sinnvoller sie immer unter die Waage zu kleben. Das Gerät steht einfach besser.
Als nächstes sollte man die Batterien in die Withings einlegen. Dazu befindet sich in der Unterseite (die übrigens auch einen schnieken Eindruck macht) eine Klappe, unter der dann die Befestigung für die 4 Batterien liegen. Neben den Batterien befindet sich ein MiniUSB Anschluss den man, über das beigelegte Kabel, mit einem Rechner verbinden sollte. Ein leicht ablösbarer Aufkleber auf der Oberseite deutet darauf hin, dass man sich die erforderliche Software unter start.withings.com herunterladen soll. Das habe ich nun umgehend getan, denn ohne irgendwelche Software kommt man nun nicht mehr weiter. Schließlich will das Schmuckstück mit dem hauseigenen WLAN verbunden werden. In dem Batteriefach befindet sich übrigens noch ein Umschalter mit den Bezeichnungen kg/st/lb was in Fachkreisen wohl auf die Gewichtseinheit schließen lässt.
Sobald man die Software runtergeladen und die Waage per USB angeschlossen hat, kann der stolze Besitzer mit der Inbetriebnahme beginnen. Diese führt als allererstes durch ein Firmware Update. Okay, wieder ein Gerät mehr welches ich in gewissen Abständen mit einer neuen Software versehen darf.
Sobald das Firmware Update durchgeführt wurde, muss man für die Verwendung der Waage einen Benutzeraccount unter my.withings.com erstellen. Unter diesem Account werden dann verschiedene Benutzer dieser Waage erstellt. Neben dem Namen und einem Kürzel (dieser wird im Display der Waage angezeigt) müssen noch Geburtstag, Geschlecht, Größe (dank Maßband schnell ermittelt) und das zuletzt “geschätzte” Gewicht eingetragen werden. Für diejenigen für die das Gewicht aufgrund einer Diät oder übertriebenen Sport wichtig ist, können im weiteren noch ein Modell der Körperzusammensetzung einstellen. (Version 2009, Version 2010, Athletische Version 2010, Version Japan 2011) Ehrlich gesagt, ich habe keine Ahnung was das soll. Aber in der Hilfe steht das bestimmt.
So, nachdem dieser Schritt abgearbeitet wurde, kann das fröhliche ermitteln des eigenen Gewichtes starten. Und es ist tatsächlich möglich sich im 20 Sekunden Takt auf die Waage zu stellen und diese Werte zu speichern. Ob das sinnvoll ist, ist eine andere Frage.
Damit man sich seinen Gewichtsverlauf auch anständig anzeigen lassen kann gibt es natürlich eine iPhone/iPad/Android App für diese Funktionalität. Ich glaub ohne diese Möglichkeit, hätte ich auch nicht bei diesem Gerät zugeschlagen.
Hier nun ein paar Auszüge aus der iPad App. Mein Gewicht bitte großzügig übersehen.



iPhone Version


Und die Web Version

Sehr interessant finde ich im übrigen, dass ein ermitteltes Gewicht innerhalb von 10 Sekunden den Weg per Push auf das iPhone/iPad findet.
So geht nun wirklich nichts mehr verloren. Außer die mittelalterliche Angewohnheit sein Gewicht per Bleistift auf einem Zettel zu verfolgen.
Das gute Stück ist übrigens bei Amazon für knapp 130 Euro zu bekommen. Inzwischen gibt es vom gleichen Anbieter auch schon ein Blutdruckmessgerät. Für mich ein großes Vorbild was die Entwicklung von innovativen Produkten angeht.
Aber vllt. dazu später mehr.
Ich glaube ein Fazit kann ich mir sparen, denn ich bin begeistert von dem guten Stück. Natürlich teurer als eine normale Personenwaage, aber wer auf technischen Schnick-Schnack steht, sollte zugreifen.
Und schreibt mir danach eure Erfahrungen mit dem Gerät.
Erstellt von Kevin
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